Donnerstag, 10. März 2016

Auf dem Weg sein

Über ein Jahr bin ich jetzt mit der neuen Klasse unterwegs, die ich mitten im 2. Schuljahr übernommen habe. Eine spannende Sache! Es ist doch deutlich anders, wenn man eine Klasse mit anderen Gewohn- und Gepflogenheiten übernimmt als die, die man selbst anlegen möchte.

Samstag, 17. Januar 2015

„Die Waage des Königs“

(ein Märchen zur Martini-Zeit oder auch zu Michaeli)

„Ein junger Mann wollte unbedingt von zu Hause fortgehen, um die Welt kennenzulernen. „Geh nur“, sagte seine Mutter, „Geld habe ich keines, das ich Dir geben könnte, aber ein Stück Brot will ich Dir mitgeben. Solange Du es mit anderen Menschen teilst, so lange wird es Dir nicht ausgehen.“

Der junge Mann machte ich auf die Wanderschaft, aß von dem Brot, wenn er Hunger hatte, und teilte es mit denen, die er traf. Und wie es die Mutter vorhergesagt hatte: Das Brot ging nie zu Ende!

Eines Tages kam er in die große Stadt eines mächtigen Königs. Der wollte seine wunderschöne Tochter nur demjenigen zur Frau geben, der noch reicher und mächtiger war als er selbst.

Auf dem Marktplatz hatte er eine riesengroße Waage aufstellen lassen: In der einen Waagschale lagen alle seine Schätze. Wer seine Tochter zur Frau haben wollte, der sollte seine Schätze in die andere Waagschale legen.
Könige aus aller Welt kamen mit alle ihrem Reichtum angereist, aber keiner vermochte es, die Waagschale zum Herabsinken zu veranlassen. Die Prinzessin fürchtete schon, den Rest ihres Lebens für immer allein leben zu müssen.

Einmal ging sie traurig und enttäuscht darüber, dass noch niemand es geschafft hatte, die Waagschale zum Herabsinken  zu bringen, am Ufer des Flusses entlang, als sie den jungen Mann traf, der gerade sein Brot aß. Er lud sie, um sie etwas aufzuheitern, zum Essen ein. Sie nahm das Brot dankend an, aß davon und konnte wieder froh sein. Gestärkt ging sie wieder nach Hause.

Am nächsten Tag kam der junge Mann an der riesigen Waage des Königs vorbei:
Wieder bemühten sich Könige, die Waagschale mit ihren Schätzen niederzudrücken.
Vergebens. Da erkannte der junge Mann in der Prinzessin das Mädchen, mit dem er sein Brot geteilt hatte.

Da trat er vor den König und sprach: „Gib mir Deine Tochter zur Frau! Ich lege meinen ganzen Reichtum, dieses Stück Brot, in die Waagschale.“
Da lachten ihn alle Anwesenden aus und der König wurde sogar zornig.
Aber die Prinzessin bat ihren Vater, den jungen Mann den Versuch unternehmen zu lassen.

Da legte der junge Mann sein Brot in die leere Schale:
Die Waage begann sich zu neigen und sank langsam nach unten.
Niemand konnte dieses Wunder verstehen. Der König aber hielt sein Versprechen.
Der junge Mann und die junge Prinzessin wurden sehr glücklich miteinander und die Menschen in ihrem Land hatten immer Brot zu essen.“

Märchen vom Licht

z.B. zum Erzählen vor dem Adventsgärtlein:

Es war einmal ein König, der hatte zwei Söhne...
Nun hatte es sich ergeben, dass der König alt geworden war. Es galt, einen würdigen Nachfolger zu finden. Der älteste der beiden Söhne plädierte auf sein Erstgeburtsrecht. Doch der König kannte seine Beiden und wollte, dass der weisere sein Nachfolger würde.

So stellte er ihnen eine Aufgabe: "Hier seht ihr meine große Königshalle. Wer von euch beiden es schafft, die Halle bis zum Dach zu füllen, der soll mein Nachfolger sein. Ihr habt bis zum Abend Zeit. Ich gebe jedem von Euch ein Silberstück mit auf den Weg."

Die beiden Söhne brachen auf. Nun, ein Silberstück war nicht gerade viel. Was sollte man davon kaufen, dass es die ganze Halle des Vaters füllen würde? Die jungen Männer trennten sich.

Der ältere ging den Weg über die Felder und traf eine Schar Bauern, die gerade beim Dreschen waren und das leere Stroh auf große Haufen schichteten. "Das kommt mir gerade recht", dachte der Prinz. "He, ihr Bauern, ich gebe euch ein Silberstück, wenn ihr mir das Stroh in die Halle des Königs bringt." Die Bauern, froh, mit dem leeren Stroh ein Geschäft zu machen, luden es auf ihre Karren und fuhren es zum Schloss. Die Halle war schnell gefüllt und der Sohn sagte zu seinem Vater: "Ich habe die Aufgabe gelöst. Mache mich zu deinem Nachfolger." "Nicht so eilig", erwiderte der König, "noch ist nicht Abend."

Der jüngere Sohn war in die Stadt gegangen. Er dachte über die Aufgabe nach, doch es wollte ihm nichts Passendes einfallen. Da kam er an eine Kirche und sah auf den Stufen einen Bettler sitzen. "Ach gebt mir doch, gebt mir doch, ich habe solchen Hunger." Der Prinz hatte Mitleid und gab sein Silberstück dem Bettler. Dieser, außer sich vor Glück, gab dem Königssohn eine Kerze, die er zuvor von einer armen Witwe geschenkt bekommen hatte. "Geld habe ich nicht, aber diese Kerze will ich dir geben, damit sie dein Leben heller macht", hatte sie gesagt.

Der Prinz ging weiter, mit der Kerze in der Hand. "Ja, das ist die Lösung", dachte er, steckte die Kerze in die Tasche und kehrte zu seinem Vater heim. Das Stroh hatte man inzwischen wieder aus der Halle geschafft. Schließlich war es eine Königshalle und keine Scheune. Der Ältere sah seinen kleinen Bruder kommen und spottete: "Schau Vater, dieser Nichtsnutz. Gar nichts hat er mitgebracht. War den ganzen Tag unterwegs und hat sich an der schönen Welt erfreut. Der kann nicht dein Nachfolger werden."

Der junge Prinz holte die Kerze aus seiner Tasche, stellte sie in die Mitte der Halle und zündete sie an. "Sieh, Vater, die Kerze füllt deine Halle bis unter das Dach und bis in jeden kleinsten Winkel mit Licht."

Da wusste der König, wer sein Nachfolger wird.

Montag, 20. Januar 2014

Schöpfungsgeschichte



Vor Weihnachten erzählte ich der Klasse aus der Schöpfungsgeschichte. Zu Beginn der Epoche war zum ersten Mal der Jahreszeitentisch ganz leer. Nur ein violettes Samttuch lag darauf.

Montag, 7. Oktober 2013

Butter, Frischkäse und Joghurt herstellen

Nachdem wir uns in der Ackerbau-Epoche auch mit dem Bauernhoftieren beschäftigt hatten, haben wir auch probiert, Butter herzustellen. Dieses Video war eine gute Anregung, denn ich hatte natürlich hatte ich keinen Butterstampfer zur Hand.